Presse 2018

Der Gevelsberger Heimatverein in der Presse


08.12.2018  Draußen vom Walde komm ich her …
und die Geschenke die sind gar so schwer. Englein und Wichtel tanzen umher, sie machen mir Mut und helfen mir sehr!“  So der Nikolaus auf der diesjährigen Jahresabschlussfeier des Gevelsberger Heimatvereins; hatte er doch tatkräftige Unterstützung. Die über 70 Gäste staunten nicht schlecht, als Englein und Wichtel den Schlitten vom Nikolaus, der selbst schon mit Tüten voll bepackt war, zogen und fleißig beim Geschenke verteilen halfen. Unterstützt von Günter Dabruck und den Drevermannspatzen sangen die Vereinsmitglieder zuvor den Nikolaus herbei. Nachdem jeder seine Tüte bekommen hatte, gab es, mit Kartoffelsalat und Würstchen, ein leckeres und traditionelles Weihnachtsessen.

Mit Geschichten, Gedichten und stimmungsvollen Liedern stimmte man sich auf das kommende Fest ein.
„Nachdem es in der letzten Zeit viele Termine und Veranstaltungen zu organisieren gab, ist jetzt die Zeit gekommen, um sich ein wenig zu besinnen“, erklärte die Vorsitzende Carola Dreher. „So genießen wir die Zeit über die Feiertage und den Jahreswechsel mit unseren Familien und Freunden, bevor im neuen Jahr wieder mit viel Elan durchgestartet wird. Die Heimatstube des Heimatvereins an der Alten Geer 6 wird dann 10 Jahre alt. Das will gefeiert werden.“

Auch 2019 ist die Heimatstube des Gevelsberger Heimatvereins wie gewohnt jeden 2. Mittwoch im Monat von 16-18 Uhr und jeden 3. Samstag von 11-14 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 02332 13249 (Carola Dreher) oder auf der Homepage www.heimatverein-gevelsberg.de.


12.12.2018 Schützenreliquien finden einen Platz in der Heimatstube
Seit seiner Gründung im Jahre 1863 bereicherte der Gevelsberger Schützenverein das vielfältige Vereinsleben von Gevelsberg.

Doch nun war es den letzten 21 Mitgliedern leider nicht mehr möglich, die Tradition aufrecht zu erhalten. Um die 155-jährige Vereinsgeschichte jedoch lebendig zu halten und um sie für die Nachwelt zu bewahren, übergab man dem Gevelsberger Heimatverein zahlreiche Erinnerungsstücken aus dem einstigen Schützenheim am Lindengraben – Exponate wie Pokale, Urkunden und alte Schützenreliquien. Darunter auch die große, schwere, silberne Königskette, die 1888 zum allerersten Mal von einer Gevelsberger Majestät getragen wurde und meterweise Dokumente für das Stadtarchiv.

Für alle war es ein Augenblick, den man mit einem lachenden und weinenden Auge erlebte. „Für Sie liebe Gäste, ist die heutige Übergabe mit viel Wehmut und Erinnerung verbunden“, drückte es die Vorsitzende vom Gevelsberger Heimatverein Carola Dreher aus. „Wir, der Heimatverein, freuen uns über die umfangreiche Überlassung der wertvollen und einzigartigen Erinnerungsstücke ihres Vereins, sowie der Schenkung von Gegenständen, die unsere Heimatstube komplettieren.“
Nach dem kleinen Rundgang richtete der Heimatverein dann noch als Dankeschön ein gemütliches Kaf-feetrinken für sei-ne Gäste aus, um damit zu zeigen, welch hohen Stel-lenwert man der Überlassung solch heimatlicher Exponate beimisst. Das Geschichtsbuch des Gevelsberger Schützenvereins ist somit nun endgültig geschlossen. „Noch wären einige Seiten frei gewesen; diese bleiben aber leider leer“, sagten Bernhard Liesner, und Marita Osenberg abschließend. Man wird sich aber weiterhin treffen und auf keinen Fall aus den Augen verlieren. André Sicks

Quelle: https://city-anzeiger.blogspot.com/2018/12/schutzenreliquien-finden-einen-platz-in.html


Leiwste Jesus, vi sitt hier, di un dien Woart antehöeren

Plattdeutscher Gottesdienst in der Erlöserkirche fand zahlreiche Zuhörer
Die Tradition der niederdeutschen Sprache in Westfalen reicht Jahrhunderte zurück und war in den Dörfern bis zur Industrialisierung die dominierende Sprache. Erst mit dem Aufbau der Schwerindustrie im 19. Jahrhundert und dem Zuzug von Menschen aus allen Teilen Deutschlands verdrängte das Hochdeutsche die klassische Mundart. Heute sprechen leider nur noch wenige plattdeutsch.

Um dem völligen Verlust des Plattdeutschen entgegenzuwirken, lud der Gevelsberger Heimatverein e. V., einer schönen Tradition folgend, auch in diesem Jahr wieder, in Zusammenarbeit mit  Pfarrer Werner von der evangelischen Kirchengemeinde, zu einem Gottesdienst in plattdeutscher Sprache alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Freitagabend in die Erlöserkirche ein.

Intensive Vorbereitung
Damit eine solche Veranstaltung gelingen kann bedarf es stundenlanger Vorbereitung. Dieter Krakrügge, ehemaliger Vorsitzender und Ehrenmitglied des Gevelsberger Heimatvereins, sowie Leiter des „Plattdeutschen Krings“ und Günter Decker, ebenfalls ehemaliger Vorsitzender des GHV und Leiter der Heimatstube in der Alten Geer, trafen sich mehrmals mit Pfarrer Werner um Lieder, Gebete, Predigt und Fürbitten vom Hochdeutschen ins Platt zu übersetzen; zum Abschluss wurde für die Gäste ein Programm auf Platt geschrieben und vervielfältigt, damit jeder dem Ablauf folgen,  mitsingen und –sprechen konnte.

Frieden für die Welt und Gesundheit für uns Alle
Bevor die ersten Besucher kamen, gab es noch eine kleine Generalprobe. Schwierige Wörter wurden noch einmal in ihrer Aussprache besprochen, denn schließlich sollte ja gleich alles klappen. Und dann war es soweit. Die Besucher kamen, es wurden mehr und mehr. Pastor Werner und der Vorstand des Heimatvereins freuten sich sehr, als sie feststellten, dass man diesmal die höchste Beteiligung aller bisherigen Plattdeutschen Gottesdienste erreicht hatte. Selbst die Programmhefte reichten nicht aus.

Nach einer kurzen Begrüßung auf Hochdeutsch durch Pfarrer Werner, mit dem Hinweis, dass das Platt von Ort zu Ort unterschiedlich sei, aber dennoch richtig für den jeweiligen Ort und einigen Grußworten von Carola Dreher, der Vorsitzenden des Gevelsberger Heimatvereins, mit denen sie sich noch einmal bei den Beteiligten für die Ausarbeitung dieses Abends bedankte und die vielen Gäste willkommen hieß und um lautstarke Unterstützung bat, begann der Gottesdienst.

Man begann mit Liedern und Gebeten und bei der Predigt durch Pfarrer Werner, konnte dieser seine sauerländischen  Wurzeln nicht ganz verbergen. Die Fürbitten wurden durch Dieter Krakrügge und Günter Decker im Wechsel vorgetragen. Nach einer Stunde verabschiedete man sich voneinander, nicht ohne zu versprechen, einen solchen Gottesdienst auf jeden Fall zu wiederholen.Die Anregung zu diesem „Goddesdenst“ kam vom Gevelsberger Plattdeutsch-Stammtisch  „Vi kürt Platt“, auf Hochdeutsch „Wir sprechen Platt“. Man trifft sich an jedem 4. Dienstag im Monat um 18 Uhr, in der Gaststätte „Im Hippendorf“, Lindengrabenstr. 27, um das Plattdeutsche zu pflegen. Interessierte, auch ohne Vorkenntnisse, sind immer herzlich willkommen.
Heimat und Geschichte brauchen Freunde! Wer sich näher für die Arbeit des Gevelsberger Heimatvereins interessiert, ist jederzeit eingeladen, sich bei uns zu melden. Telefonisch unter 02332 13249 Carola Dreher oder per Email unter vorstand@heimatverein-gevelsberg.de

Pressemitteilung vom 22.11.2018