Presse 2018

Der Gevelsberger Heimatverein in der Presse


08.12.2018  Draußen vom Walde komm ich her …
und die Geschenke die sind gar so schwer. Englein und Wichtel tanzen umher, sie machen mir Mut und helfen mir sehr!“  So der Nikolaus auf der diesjährigen Jahresabschlussfeier des Gevelsberger Heimatvereins; hatte er doch tatkräftige Unterstützung. Die über 70 Gäste staunten nicht schlecht, als Englein und Wichtel den Schlitten vom Nikolaus, der selbst schon mit Tüten voll bepackt war, zogen und fleißig beim Geschenke verteilen halfen. Unterstützt von Günter Dabruck und den Drevermannspatzen sangen die Vereinsmitglieder zuvor den Nikolaus herbei. Nachdem jeder seine Tüte bekommen hatte, gab es, mit Kartoffelsalat und Würstchen, ein leckeres und traditionelles Weihnachtsessen.

Mit Geschichten, Gedichten und stimmungsvollen Liedern stimmte man sich auf das kommende Fest ein.
„Nachdem es in der letzten Zeit viele Termine und Veranstaltungen zu organisieren gab, ist jetzt die Zeit gekommen, um sich ein wenig zu besinnen“, erklärte die Vorsitzende Carola Dreher. „So genießen wir die Zeit über die Feiertage und den Jahreswechsel mit unseren Familien und Freunden, bevor im neuen Jahr wieder mit viel Elan durchgestartet wird. Die Heimatstube des Heimatvereins an der Alten Geer 6 wird dann 10 Jahre alt. Das will gefeiert werden.“

Auch 2019 ist die Heimatstube des Gevelsberger Heimatvereins wie gewohnt jeden 2. Mittwoch im Monat von 16-18 Uhr und jeden 3. Samstag von 11-14 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 02332 13249 (Carola Dreher) oder auf der Homepage www.heimatverein-gevelsberg.de.


12.12.2018 Schützenreliquien finden einen Platz in der Heimatstube
Seit seiner Gründung im Jahre 1863 bereicherte der Gevelsberger Schützenverein das vielfältige Vereinsleben von Gevelsberg.

Doch nun war es den letzten 21 Mitgliedern leider nicht mehr möglich, die Tradition aufrecht zu erhalten. Um die 155-jährige Vereinsgeschichte jedoch lebendig zu halten und um sie für die Nachwelt zu bewahren, übergab man dem Gevelsberger Heimatverein zahlreiche Erinnerungsstücken aus dem einstigen Schützenheim am Lindengraben – Exponate wie Pokale, Urkunden und alte Schützenreliquien. Darunter auch die große, schwere, silberne Königskette, die 1888 zum allerersten Mal von einer Gevelsberger Majestät getragen wurde und meterweise Dokumente für das Stadtarchiv.


Wehmütiger Moment für Gevelsberger Schützen
Für alle war es ein Augenblick, den man mit einem lachenden und weinenden Auge erlebte. „Für Sie liebe Gäste, ist die heutige Übergabe mit viel Wehmut und Erinnerung verbunden“, drückte es die Vorsitzende vom Gevelsberger Heimatverein Carola Dreher aus. „Wir, der Heimatverein, freuen uns über die umfangreiche Überlassung der wertvollen und einzigartigen Erinnerungsstücke ihres Vereins, sowie der Schenkung von Gegenständen, die unsere Heimatstube komplettieren.“
Nach dem kleinen Rundgang richtete der Heimatverein dann noch als Dankeschön ein gemütliches Kaffeetrinken für seine Gäste aus, um damit zu zeigen, welch hohen Stellenwert man der Überlassung solch heimatlicher Exponate beimisst. Das Geschichtsbuch des Gevelsberger Schützenvereins ist somit nun endgültig geschlossen. „Noch wären einige Seiten frei gewesen; diese bleiben aber leider leer“, sagten Bernhard Liesner, und Marita Osenberg abschließend. Man wird sich aber weiterhin treffen und auf keinen Fall aus den Augen verlieren. André Sicks

Quelle: https://city-anzeiger.blogspot.com/2018/12/schutzenreliquien-finden-einen-platz-in.html


Leiwste Jesus, vi sitt hier, di un dien Woart antehöeren

Plattdeutscher Gottesdienst in der Erlöserkirche fand zahlreiche Zuhörer
Die Tradition der niederdeutschen Sprache in Westfalen reicht Jahrhunderte zurück und war in den Dörfern bis zur Industrialisierung die dominierende Sprache. Erst mit dem Aufbau der Schwerindustrie im 19. Jahrhundert und dem Zuzug von Menschen aus allen Teilen Deutschlands verdrängte das Hochdeutsche die klassische Mundart. Heute sprechen leider nur noch wenige plattdeutsch.

Um dem völligen Verlust des Plattdeutschen entgegenzuwirken, lud der Gevelsberger Heimatverein e. V., einer schönen Tradition folgend, auch in diesem Jahr wieder, in Zusammenarbeit mit  Pfarrer Werner von der evangelischen Kirchengemeinde, zu einem Gottesdienst in plattdeutscher Sprache alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Freitagabend in die Erlöserkirche ein.

Intensive Vorbereitung
Damit eine solche Veranstaltung gelingen kann bedarf es stundenlanger Vorbereitung. Dieter Krakrügge, ehemaliger Vorsitzender und Ehrenmitglied des Gevelsberger Heimatvereins, sowie Leiter des „Plattdeutschen Krings“ und Günter Decker, ebenfalls ehemaliger Vorsitzender des GHV und Leiter der Heimatstube in der Alten Geer, trafen sich mehrmals mit Pfarrer Werner um Lieder, Gebete, Predigt und Fürbitten vom Hochdeutschen ins Platt zu übersetzen; zum Abschluss wurde für die Gäste ein Programm auf Platt geschrieben und vervielfältigt, damit jeder dem Ablauf folgen,  mitsingen und –sprechen konnte.

Frieden für die Welt und Gesundheit für uns Alle
Bevor die ersten Besucher kamen, gab es noch eine kleine Generalprobe. Schwierige Wörter wurden noch einmal in ihrer Aussprache besprochen, denn schließlich sollte ja gleich alles klappen. Und dann war es soweit. Die Besucher kamen, es wurden mehr und mehr. Pastor Werner und der Vorstand des Heimatvereins freuten sich sehr, als sie feststellten, dass man diesmal die höchste Beteiligung aller bisherigen Plattdeutschen Gottesdienste erreicht hatte. Selbst die Programmhefte reichten nicht aus.

Nach einer kurzen Begrüßung auf Hochdeutsch durch Pfarrer Werner, mit dem Hinweis, dass das Platt von Ort zu Ort unterschiedlich sei, aber dennoch richtig für den jeweiligen Ort und einigen Grußworten von Carola Dreher, der Vorsitzenden des Gevelsberger Heimatvereins, mit denen sie sich noch einmal bei den Beteiligten für die Ausarbeitung dieses Abends bedankte und die vielen Gäste willkommen hieß und um lautstarke Unterstützung bat, begann der Gottesdienst.

Man begann mit Liedern und Gebeten und bei der Predigt durch Pfarrer Werner, konnte dieser seine sauerländischen  Wurzeln nicht ganz verbergen. Die Fürbitten wurden durch Dieter Krakrügge und Günter Decker im Wechsel vorgetragen. Nach einer Stunde verabschiedete man sich voneinander, nicht ohne zu versprechen, einen solchen Gottesdienst auf jeden Fall zu wiederholen.Die Anregung zu diesem „Goddesdenst“ kam vom Gevelsberger Plattdeutsch-Stammtisch  „Vi kürt Platt“, auf Hochdeutsch „Wir sprechen Platt“. Man trifft sich an jedem 4. Dienstag im Monat um 18 Uhr, in der Gaststätte „Im Hippendorf“, Lindengrabenstr. 27, um das Plattdeutsche zu pflegen. Interessierte, auch ohne Vorkenntnisse, sind immer herzlich willkommen.
Heimat und Geschichte brauchen Freunde! Wer sich näher für die Arbeit des Gevelsberger Heimatvereins interessiert, ist jederzeit eingeladen, sich bei uns zu melden. Telefonisch unter 02332 13249 Carola Dreher oder per Email unter vorstand@heimatverein-gevelsberg.de

Pressemitteilung vom 22.11.2018


Ornithologische Exkursion zu den Gevelsberger Schönungsteichen

Der NABU Ennepe-Ruhr-Kreis zählt momentan rund 1.700 Mitglieder und ist damit wohl einer der mitgliederstärksten Naturschutzverbände innerhalb von NRW. Sein betreuter Landschaftsraum umfasst das Gebiet der Städte Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel, Wetter (Ruhr) sowie Witten und macht dank einer Vielfalt von Biotopen und der ansässigen Fauna den landschaftlichen Reiz dieser Region aus.

In Kooperation mit dem Gevelsberger Heimatverein e.V. hatte der NABU am 18. November zu einem Spaziergang eingeladen, bei dem rund 25 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer, den gefiederten Wintergästen ihre aufmerksame Beobachtung schenkten. Unter der Leitung von Bernd Jellinghaus, dem Schatzmeister des NABU Ennepe-Ruhr-Kreis e.V. und Beisitzer des Landschaftsbeirates des Ennepe-Ruhr-Kreises und ausgerüstet mit Ferngläsern und Fotoapparaten, brach man zu einer zweistündigen Exkursion auf, um bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um den Gefrierpunkt die ersten Wintergäste an den Schönungsteichen zu beobachten.

Am Gut Rocholz konnte man einen Graureiher im Baum sitzen sehen und auf den umliegenden Teichen tummelten sich bereits zahlreiche Stock- und Reiherenten, sowie Zwergtaucher. Leider blieb den Teilnehmern ein Blick auf die Rotdrosseln verwehrt, dafür erlebte man, auf der Brücke stehend, einen weiteren Graureiher beim Jagen in der Ennepe. Entschädigt wurde man allerdings durch das „Juwel“ im heimischen Vogelreich; gleich dreimal konnte man Eisvögel beobachten. Das bildet den Höhepunkt einer jeden Exkursion. Auch Dr. Feld, Ehrenmitglied des Gevelsberger Heimatvereins, ließ es sich nicht nehmen, zu der Gruppe zu stoßen. Mit seinem jahrzehntelangen Wirken im Bereich der Ornithologie, jährliche Beringungsaktionen, sowie zahlreichen veröffentlichten Fachbeiträgen, bereichert er das Wissen von Experten und der Bevölkerung ungemein.

Bernd Jellinghaus erwähnte noch einmal die spektakulären Kranichzüge der letzten Zeit. „So große Züge wie diese, mit 4000 bis 5000 Tieren sind bisher einzigartig in der Menge.“

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der geführten Wanderung gab es einiges zu entdecken.  Allen lag es am Herzen, das kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. 

Pressemitteilung vom 19.11.2018


Industriewanderweg

Am 10.11.2018 wurde der erneuerte Industriewanderweg der Öffentlichkeit vorgestellt:

Nachfolgend der Link zum Artikel bei der Westfalenpost:

https://www.wp.de/staedte/ennepetal-gevelsberg-schwelm/14-wegweiser-in-die-gevelsberger-industriegeschichte-id215761273.html


In der goldenen Jahreszeit ist das Herbstfest nicht mehr weit

Nicht mehr wegzudenken ist das traditionell jährlich stattfindende Herbstfest des Gevelsberger Heimatvereins.

Die Vorsitzende Carola Dreher freute sich bei der Begrüßung der rund 60 Mitglieder im Foyer der Heimatstube besonders über die vielen Neumitglieder, die den Kreis ständig erweitern.

Aber auch Günter Dabruck mit seinen Drevermannspatzen fand seinen fest angestammten Platz und sorgte mit seinen immer wieder gern mitgesungenen Liedern für Kurzweil. Doch diesmal spielten sie zuerst ein Geburtstagsständchen, denn ein Mitglied ließ es sich nicht nehmen, seinen 89. Geburtstag in diesem geselligen Kreis zu feiern.

Nach einem herbstlich, deftigem Abendessen, mit dem die Landmetzgerei Brenne sich wieder einmal mehr selbst übertroffen hat, ging das Programm weiter. Unterstützung kam diesmal aus der Nachbarstadt Ennepetal angereist: Erich Ott, ehemaliger Gevelsberger und bekannter Freund der plattdeutschen Sprache, unterhielt die Gäste aufs köstlichste mit Geschichten und Dönekes.

Auch Günter Decker, Leiter der Heimatstube, ließ es sich nicht nehmen, den Abend mit kleinen Beiträgen aufzulockern. Mit einem vergnüglichen Sketch sorgte in diesem Jahr die „Trude vonne Bude“ und „Kumpel Asek“ gespielt von Carola und Dietmar Dreher, für viel Verwirrung mit ihren Verwandtschaftsverhältnissen, wie z. B. mit der Frage: Is der Sohn von mein Vatta denn mein Bruder oder mein Enkel, weil er das Kind von die Tochter von meine Frau is?

So gingen ein paar Stunden wie im Flug vorbei und damit die Zeit bis zur Jahresabschlussfeier nicht zu lang wird, stehen bis dahin noch einige öffentliche Termine, die alle kostenfrei sind, des Gevelsberger Heimatvereins an, zu dem alle Interessierten Bürger herzlich eingeladen sind:

25.10.2018, 19h, Foyer der VHS, Mittelstr. 86-88 in Gevelsberg:
Der Fotograf Günter Lintl nimmt uns mit auf eine Reise durch 100 Jahre Gevelsberger Zeitgeschichte

13.11.2018, 19h, Heimatstube, Alte Geer 6 in Gevelsberg:
Dr. Busch liest aus seinem Buch „Verstreut über alle fünf Kontinente“ über das Leben der Familie Rosenthal

16.11.2018, 17h, Erlöserkirche, Elberfelder Straße in Gevelsberg:
Plattdeutscher Gottesdienst in Zusammenarbeit mit der ev. Kirchengemeinde

18.11.2018, 10h, Parkplatz gegenüber dem Berger See, Berchemallee:
Ornithologische Exkursion zu den Schönungsteichen in Kooperation mit dem NABU

30.11.2018,19-22h, ehemaliges Odeonkino in der Fußgängerzone der Mittelstraße in Gevelsberg:
Im Rahmen des Gevelsberger Mondscheinbummels präsentiert sich der Gevelsberger Heimatverein vor Ort. Jürgen Unger, bekannter Gevelsberger Künstler, stellt anlässlich des 10. Jahrestages der Eröffnung des Engelbert-Tunnels, die von ihm aus diesem Grund damals angefertigten Bilder aus. Darüber hinaus werden noch weitere Werke mit Gevelsberger Motiven zu sehen sein.

Heimat und Geschichte brauchen Freunde! Wer sich näher für die Arbeit des Gevelsberger Heimatvereins interessiert, ist jederzeit eingeladen, sich bei uns zu melden. Telefonisch unter 02332 13249 Carola Dreher oder per Email unter vorstand@heimatverein-gevelsberg.de

Pressemitteilung vom 24.10.2018


Heimatforschertag in Gevelsberg

Das 10-jährige Jubiläum des Heimatforschertages wurde in Gevelsberg gefeiert.

Als man sich 2008 in Breckerfeld zum ersten Mal auf Initiative von Klaus-Albert Höller, einem jetzt in Braunschweig lebenden Ur-Breckerfelder, traf, war man sich schon einig, dass dieses Treffen eine Fortsetzung finden sollte. „Zahlreiche gemeinsame Interessen und Probleme, wie die Pflege des Plattdeutschen und die Schwierigkeit, bei jungen Leuten Interesse dafür zu wecken, sich für die Historie der Heimat zu begeistern, lässt die Verbindung nun 10 Jahre alt werden“,  so Thomas Lay, der stellvertretende Bürgermeister von Breckerfeld und Vorsitzender des Breckerfelder Heimatvereins. Er hält mittlerweile die Fäden in der Hand und organisiert das jährlich stattfindende Treffen.

Der Gevelsberger Heimatverein e. V. lud zum ersten Mal ein und alle kamen. Heimatforscher aus den Städten Witten, Ennepetal, Radevormwald, Kierspe, Breckerfeld, Braunschweig und Gevelsberg konnte Carola Dreher, die Vorsitzende des Gevelsberger Heimatvereins begrüßen. „Ich freue mich, dass so viele der Einladung gefolgt sind und wir so die Gelegenheit haben, allen unsere Heimatstube und unsere schöne Stadt zu zeigen.“

Namenforschung – ein spannendes Thema

Zunächst verfolgt man mit Spannung und Interesse den einstündigen Vortrag von Professor Jürgen Udolph, einem der bekanntesten Namenforscher, vielen bekannt aus Fernsehen und Radio.  „Nachnamen – das ist der Friedhof der Wörter“ so Prof. Udolph, „Unsere Sprache verändert sich laufend, aber in unseren Namen überleben oft längst vergessene Wörter oder alte Berufe.“ Ausführlich erklärt er sein Wissen anhand von verschiedenen Beispielen; so dass „Ablassmeier“  auf den alten Beruf des Schleusenwärters zurückgeht und Namen wie Schiller, Schily und Scheel alle auf schielende Vorfahren zurück gehen.

Er hat auch einen Erklärungsversuch, wo Hamelns Kinder geblieben sind und was sich hinter der Geschichte vom Rattenfänger verbirgt. „Es war nichts weiter als ein Siedlertreck nach Osten, wo den jungen Menschen, meist Zweitgeborene, Land und Steuerfreiheit versprochen wurde. Der Rattenfänger war nichts anderes als ein Werber, ein sogenannter Lokator, der den jungen Leuten den Wegzug schmackhaft machte. Belegen lässt sich dies, anhand von Familien- und Ortsnamen, die von den Siedlern im Osten eingeführt wurden“, so Jürgen Udolph. Bei Süßem und Pikantem verging die Zeit wie im Flug.

Dorfführung

Dann machte man sich auf den Weg um mit Marlis Schäfer, der ehemaligen Vorsitzenden des Gevelsberger Heimatvereins und Gevelsbergerin von Geburt, eine Dorfführung zu erleben. Das Erstaunen war groß. Hatte doch keiner abseits der Durchgangsstraßen noch eine so stattliche Anzahl schöner alter, teilweise unter Denkmalschutz stehender Häuser erwartet.

„Die Keimzelle Gevelsberg geht vom Zisterzienserinnen-Kloster aus“, so Marlis Schäfer, „einem Sühnekloster, das nach dem gewaltsamen Tod des Erzbischofs Engelbert I. im Jahr 1230 in der Nähe der grausamen Tat errichtet wurde. Durch die vom Kloster benötigten Handwerker und Bauern siedelten sich im Laufe der Jahre immer mehr Menschen in der Nähe des Klosters an. Der Ort nannte sich Mylinghausen, bis 1867 die Umbenennung in Gevelsberg erfolgte. Da Marlis Schäfer selbst im „Dorf“ aufgewachsen ist, wusste sie so manches zum Besten zu geben, was einem Außenstehenden sonst verborgen bleibt. Nach dieser kurzweiligen Dorfführung wurde der Heimatforschertag beendet. Man wird sich im nächsten Jahr wieder treffen.

Quelle: https://city-anzeiger.blogspot.com/2018/10/heimatforscher-aus-der-region.html

eigene Mitteilung vom 12.08.2018


Plattdütscher Kring hält nicht nur die heimische Mundart lebendig, auch die Tradition wird gepflegt

Heimatfreunde wieder mal auf „Zack“

„Vie hätt ümmer vuoll Spaß met use Heematsprache, Geschichtkes und Dönekes werden vertellt“, so Dieter Krakrügge, Leiter des Plattdeutschen Krings und Ehrenvorsitzender des Gevelsberger Heimatvereins. „Alle vier Wochen treffen sich „Fraulüh und Mannslüh“ in der Gaststätte „Hippendorf“ an der Lindengrabenstraße um eine „Mule op Platt te
küren“, aber auch Plattdeutsch lernen lässt sich hier, Interessierte sind uns immer herzlich willkommen. Das nächste Treffen findet am 28. August um 18 Uhr statt.“

Doch einmal im Jahr trifft man sich mit den Mitgliedern des Gevelsberger Heimatverein zum traditionellen Spießbraten. Hier wird die Gelegenheit genutzt, allen das Plattdeutsch ein wenig näher zu bringen, denn leider kann  es von immer weniger Menschen gesprochen werden.

Bei strahlendem Sonnenschein begrüßten Dieter Krakrügge und die jetzige Vorsitzende des Heimatvereins Carola Dreher die über 50 Gäste, unter denen sich auch wieder viele Neumitglieder befanden.

„Wir sind sehr glücklich, dass wir die Räumlichkeiten der Feuerwache Ost in Berge nutzen dürfen. Sie bilden einen schönen Rahmen für unser jährliches Spießbraten drehen. Doch wir fragen uns, ob es jemanden gibt, der uns erzählen kann, wie dieser Brauch in unsere Gegend kam“, so Carola Dreher.

Bei Temperaturen von weit über 40 Grad in der Grillhütte fanden nicht nur die Spießbraten reißenden Absatz. Für die musikalische Begleitung sorgten Günter Dabruck und die Drevermannspatzen mit Liedern in plattdeutscher Sprache zum Mitsingen. Viele Anekdoten wurden von den Gästen zum Besten gegeben und man ließ die diesjährige Jahresfahrt, die in einem Cabrio-Doppeldeckerbus durch heimatliche Gefilde ging, noch einmal Revue passieren. Mit Vorfreude auf das Herbstfest, das am 12.10. in der Heimatstube auf der Alten Geer stattfinden wird, fand die gesellige Veranstaltung einen gut gelaunten Ausklang

Bei der Westfalenpost: https://www.wp.de/staedte/ennepetal-gevelsberg-schwelm/gevelsberger-heimatverein-trifft-sich-zum-spiessbratenessen-id215127307.html


Jahresfahrt am 15.06.2018

Warum in die Ferne schweifen…..

Gevelsberger Heimatverein auf den Spuren heimatlicher Geschichte

55 Mitglieder des Vereins bewegten sich „Auf den Spuren von Kohle und Stahl“ und erlebten mit Gästeführer Jürgen Taake Zeitgeschichte bei schönstem Ausflugswetter.

Mit dem Cabriolet-Doppeldeckerbus startete die Reise in Gevelsberg, um dann über Hiddinghausen nach Hattingen zu gelangen. Bereits nach kurzer Fahrt kam man am Gut Ober-Levringhausen vorbei, auf dem Mathilde Franziska Anneke geboren wurde; sie war nicht nur Schriftstellerin und Journalistin, sondern auch eine der führenden Frauen der amerikanischen Frauenbewegung.
Als der Bus Holthausen durchquerte, erfuhr man, dass es hier seit 41 Jahren einen Karnevalszug gibt, das war allen Mitfahrern neu. Holti Holau! Da muss man im nächsten Jahr nicht extra nach Köln, denn 10 Wagen und 25 Fußgruppen können sich sehen lassen.

In Hattingen angekommen, fuhr man entlang der Stadtmauer, mit einem schönen Blick auf die Altstadt und das Holschentor, um sich auf den Weg nach Welper zu machen. Welper, das war bis zur Eröffnung der Henrichshütte, ein Dorf, welches landwirtschaftlich geprägt war. Doch dann erlang es einen großen wirtschaftlichen Aufschwung, bis hin zum reichsten Ort NRWs. Schon bald reichten die hiesigen Arbeitskräfte nicht mehr aus und Facharbeiter aus Schlesien und Polen wurden angeworben. Doch für diese benötigte man Wohnraum. So entstanden Werkshäuser und Siedlungen nach englischem Vorbild. 1909 entstand die Gartenstadt Hüttenau. Das Prinzip war einfach: moderner Wohnraum mit fließendem Wasser und Zentralheizung und einem großen Garten für wenig Miete, mit der Verpflichtung gekoppelt, auszuziehen, wenn man nicht mehr auf der Hütte arbeitet. Um die Henrichshütte weiter ausbauen zu können, wurde 1958 einfach der Flusslauf der Ruhr verlegt.
Die Route ins Ruhrtal führt vorbei an Burg Blankenstein. Diese Burg wurde 1228 gebaut, drei Jahre nach der Ermordung Engelberts und der Schleifung von Burg Isenberg; fiel es den Grafen von Berg ein, dass eine Burg diesseits der Ruhr doch gut angebracht wäre. 1263 versammelte man sich hier, um sich „von den Kölnern zu befreien“.

Weiter ging es durch das Ruhrtal, wobei man sehen konnte, dass schon die früheren Bewohner ihren Fluss kannten. Alle alten Häuser sind hoch angelegt, um sich so vor Hochwasser zu schützen. Von Herbede aus gelangte der Bus ins Muttental; dort im Wittener Kohlenrevier, soll der Überlieferung nach, ein Schweinehirt im 16.Jhdt. die Kohle entdeckt haben. Seitdem wurde hier über 450 Jahre lang Kohle abgebaut. Zunächst wurde ein Stopp am Steinbruch Dünkelberg gemacht. Hier kann man die Schichten aus Schiefer, Kohle und Schieferton sehen. Besonders deutlich hebt sich ein schwarzer Streifen hervor.

Es ist das Flöz Gleitling 3, das schräg nach unten abfällt und im Besucherstollen Nachtigall wieder zu finden ist. Der Steinbruch wurde von der Ziegelei Dünkelberg betrieben.
Sie befand sich auf dem Gelände der 1882 stillgelegten Zeche Nachtigall auf der anderen Seite des Berges. Der abgebaute Schieferton gelangte durch den 130 m langen Nachtigallstollen auf kürzestem Wege direkt durch den Berg zum Ziegeleigelände. Später, während der Kohlenot nach dem Zweiten Weltkrieg, diente der Nachtigallstollen dem Abbau von Kohle, die vorher wegen ihrer schlechteren Qualität nicht abgebaut wurde. Der Nachtigallstollen ist heute ein Besucherbergwerk.

Hing der ein oder andere noch seinen Gedanken nach, so war der Bus schon in Wengern angekommen. Bei einem Spaziergang entlang der Elbsche erzählte Jürgen Taake vom Leben und Wirken Henriette Davidis, um dann die Geschichte der Dorfkirche, aus dem Jahr 1543, zu erläutern. Malerisch daran angelehnt, der Leimkasten, eine Gaststätte mit jahrhundertealter Tradition. Einen Steinwurf weit davon entfernt machte man sich auf zum Mundloch des Schlebuscher Erbstollen, einer Meisterleistung technischen Könnens, mit seiner fantastischen Geschichte. Nach einem Rundgang, vorbei am Fahrschacht des Stollens und über den Hof Backhaus fuhr man weiter durch Esborn und Haßlinghausen, immer begleitet von informativen Kommentaren Jürgen Taakes, nach Scheven, um sich bei einem schmackhaften Mittagessen, für den Rest der Reise zu stärken.

Die Zeit verging im Flug und so sah man nach schon bald die Zwiebelturmkirche von Sprockhövel vor sich und gleich darauf den Malakowturm der ehemaligen Zeche „Alter Hase“. Im Wodantal besuchte man zum Abschluss noch die Skipiste zum Après-Ski. „Das man auf einem so kleinen Gebiet, so viel Neues kennenlernen kann, hätte ich nicht gedacht“, so die Vorsitzende des Gevelsberger Heimatvereins Carola Dreher, „alle sind begeistert und genauso erstaunt wie ich. Diese Fahrt war ein voller Erfolg und es zeigt mal wieder, dass nicht nur die Ferne mit Interessantem locken kann.“

eigene Mitteilung vom 18.06.2018


Tag der offenen Tür in der Heimatstube 21.04.2018

Der Tag der offenen Tür der Heimatstube am Samstag den 21.04.2018 wurde in verschiedenen Medien präsentiert.

Westfalenpost/ Westfälische Rundschau:

https://www.wp.de/staedte/ennepetal-gevelsberg-schwelm/in-die-laengst-vergessenen-gevelsberger-zeiten-eintauchen-id213975971.html

Wochenkurier:

https://www.wochenkurier.de/lokales/ennepe-ruhr/heimatstube-laedt-zum-erinnern-und-staunen-ein/86359/

City-Anzeiger:

https://city-anzeiger.blogspot.com/2018/04/beeindruckende-zeitreise-durch.html


Besondere Ehrung für Herrn Dr. Feld

Herr Dr. Feld wurde für besondere Verdienste und für über 45 Jahre Tätigkeit im Vorstand des Gevelsberger Heimatvereins geehrt.

Der 1. Vorsitzende Günter Decker ernannte ihn während der Jahreshauptversammlung zum Ehrenmitglied. Die Übergabe der Urkunde erfolgte im privaten Umfeld von Dr. Feld.


Urkunde

Herrn 

Dr. Hans Feld 

sprechen wir im Namen  des Gevelsberger Heimatvereins e.V.

in Würdigung der besonderen Verdienste und für über 45 Jahre Tätigkeit im Vorstand und als

Fachstellenleiter für Naturschutz und -kunde

Dank und Anerkennung aus.

Wir ernennen ihn zum

Ehrenmitglied

des Gevelsberger Heimatvereins e.V.  

Gevelsberg, den 16. März 2018

Im Namen des Vorstandes des Gevelsberger Heimatvereins e.V.   

 Günter Decker – 1. Vorsitzender                 Thorsten Prinz – 2. Vorsitzender

eigene Mitteilung vom 16.03.2018


Westfalenpost / Westfälische Rundschau v. 20.03.2018

Wachwechsel beim Gevelsberger Heimatverein

Der neue Vorstand des Heimatvereins: Stellvertretender Vorsitzender Andreas Belz, Vorsitzende Carola Dreher, Kassierer Alexander Rose, Schriftführer Jüren Reuter (von links)

Gevelsberg.   Günter Decker kandidiert aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für Vorsitz. Nachfolgerin Carola Dreher schloss die Stadt im Jahr 2010 ins Herz.

Mit dem neuen Bundesheimatministerium in Deutschland soll der lokale und regionale Zusammenhalt gestärkt werden. Auch hier in Gevelsberg wird Heimat groß geschrieben und viele Bürger interessieren sich für die Geschichte ihrer Stadt und Region. Der Gevelsberger Heimatverein ist maßgeblich an der Förderung und dem Erhalt der Heimatkunde Gevelsbergs verantwortlich und blickt nun mit einem neuen Vorstand in die Zukunft und erst einmal auf das kommende Jahr.

Mit Carola Dreher wurde eine neue erste Vorsitzende gefunden. Doch zunächst blickte der alte Vorstand unter der Leitung von Günter Decker auf das vergangene Jahr zurück. 240 Mitglieder zählte der Heimatverein am Ende des vergangenen Jahres. Im Laufe des Jahres konnten sieben Neumitglieder aufgenommen werden.

Viele Aktivitäten

Die regelmäßigen Termine

Jeden vierten Dienstag im Monat trifft sich weiterhin Dieter Krakrügge mit Freunden der plattdeutschen Sprache.

Viele Aktivitäten haben die Mitglieder des Heimatvereines gemeinsam unternommen. Besonders in Erinnerung blieb die naturkundliche Wanderung zu den Schönungsteichen am Rochholz gemeinsam mit dem Naturschutzbund (Nabu) Ennepe-Ruhr Kreis, gleich zu Beginn des Jahres. Besonders war auch die Sonderausstellung zum Tag der offenen Tür in der Heimatstube anlässlich des großen 650-jährigen Jubiläums des Stadtteils Berge.

Die Jahresfahrt nach Bonn und Königswinter war ebenso informativ wie erfolgreich. Weitere Veranstaltungen wie das mittlerweile 60. Auswärtigentreffen im Rahmen der Gevelsberger Kirmes, ein Spießbraten-Grillen, ein Herbstfest und die Teilnahme am Sommerfestival auf dem Vendômer Platz rundeten das Jahr ab.

„Jeden vierten Dienstag freute sich Dieter Krakrügge wie gewohnt Freunde der plattdeutschen Sprache zu begrüßen“, berichtete der ehemalige stellvertretende Vorsitzende Thorsten Prinz. Ein großer Dank ging gleichzeitig an die Aktiven in der Heimatstube Marlies Schäfer, Detlef Weißenborn und Achim Laaser.

Nach acht Jahren musste Günther Decker sein Amt als erster Vorsitzender leider aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. „Wir haben viel erreicht und ich werde weiterhin im Vorstand als Fachbereichsleiter für die Heimatstube und Heimatpflege aktiv bleiben“, erklärte Günter Decker.

Die in Haßlinghausen und Witten aufgewachsene Carola Dreher wurde nun als seine Nachfolgerin gewählt. Die 55-Jährige lebte lange Zeit in Dortmund und kam 2010 nach Gevelsberg. „Ich habe diese Stadt sofort ins Herz geschlossen und bin 2014 Mitglied im Heimatverein geworden und 2016 aktiv dem Vorstand beigetreten“, erzählte Carola Dreher.

Andreas Belz 2. Vorsitzender

Ebenso stand der zweite Vorsitzender Thorsten Prinz nicht mehr für sein Amt zur Verfügung. In seine Fußstapfen tritt nun Andreas Belz. Die weiteren Vorstandsmitglieder Schriftführer Jürgen Reuter und Kassierer Alexander Rose wurden wiedergewählt. Zudem wurden mit Günter Decker im Bereich Heimatstube und Heimatpflege, Dieter Krakrügge im Bereich plattdeutsche Freunde, Thorsten Prinz im Bereich Schule und Soziales und Axel Gosewisch im Bereich Naturkunde und Naturschutz die Fachstellenleiter bestätigt. Beisitzer sind: Gevelsbergs Bürgermeister Claus Jacobi, Marlis Schäfer, Detlef Weißenborn, Erich Salter und Rolf Kumpmann. Für sein außerordentliches Engagement und seine fast 50 jährige Mitgliedschaft im Gevelsberger Heimatverein wurde Dr. Hans Feld zum ersten Ehrenmitglied des Vereins ernannt.

Die nächsten Termine

Am 21. April von 11 bis 16 Uhr findet ein Tag der offenen Tür in der Heimatstube statt.
Am 15 Juni folgt die Kreisrundfahrt „Kohle, Stahl und Schnaps“ im Doppeldeckerbus mit Reiseleiter Jürgen Taake. Anmeldungen dafür sind noch bis zum 25. Mai möglich.

von Laura Dicke


Westfalenpost / Westfälische Rundschau v. 24.10.2017

Besonderer Glücksbringer für Ehepaare

Heimatstube freut sich über Hochzeitskasten

Gevelsberg. Die Heimatstube Gevelsberg freut sich über eine besondere Rarität: ein aufwändig gefertigter Hochzeitskasten, der 1897 dem frisch getrauten Ehepaar August Wolff und Anna Wolff, geborene von der Höh, überreicht wurde und die Hoffnung auf eine dauerhafte und glückliche Ehe symbolisiert. Den beiden Gevelsbergern ist das auch gelungen. 1957 feierten sie in Gevelsberg Diamantene Hochzeit.
Am Tag ihrer Hochzeit, der sogenannten grünen Hochzeit, bekamen sie den 39 Zentimeter breiten, 47 Zentimeter hohen und 8 Zentimeter tiefen aufwändig gefertigten Hochzeitskasten am 6. November 1897 geschenkt. In den vier Ecken wird der Wunsch ausgesprochen, dass sie gemeinsam nach der grünen, auch die silberne und goldene Hochzeit erleben. Dort steht: Aus der Myrthe jungem Grün, möge Silber Euch erblühn, aus dem Silber zartem Weiss, werde Euch einst goldener Reis.
Anna und August Wolff waren echte Gevelsberger. Sie wurden in der Stadt geboren, zogen sechs Kinder auf, und fanden auf dem Gevelsberger Friedhof ihre letzte Ruhestätte, nur wenige Minuten von ihrem Haus an der Friedhofstraße 15 entfernt, in dem sie seit ihrer Hochzeit lebten. Der Hochzeitskasten stammt aus dem Nachlass der Familie Wolff.
Der Enkel des Ehepaares, Dr. Helge Wolff, der mittlerweile in Gießen lebt, überreichte gemeinsam mit seiner Ehefrau den Hochzeitskasten seiner Großeltern an die Heimatstube Gevelsberg. CT